Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche gibt es viele Hochzeitsbräuche gibt es in

  • jeder Kultur
  • jedem Land und
  • allen Religionen

dieser Welt. Alle umzusetzen macht keinen Sinn. Doch welche könnten zu Eurer Hochzeit passen? Im Folgenden habe ich eine unsortierte Liste aufgestellt, die Euch helfen soll, eine Wahl zu treffen. Da es unzählige Hochzeitsbräuche gibt, habe ich mich dazu entschlossen, sowohl die

  • bekanntesten, als auch
  • populärsten und
  • interessantesten

aufzunehmen, damit die Liste nicht zu unübersichtlich wird. Solltet Ihr diesbezüglich weitere Fragen haben, können wir diese gerne in unserem Erstgespräch erörtern. Bei den Erklärungen habe ich versucht, den Ursprung der jeweiligen Hochzeitsbräuche in den Vordergrund zu stellen.

 

Die Verlobung

Die Verlobung hat im Laufe der Zeit eine große Wandlung erfahren. In vielen Ländern der Welt wird dieser Brauch gepflegt. Die Verlobung an sich ist einer der Hochzeitsbräuche, der viele Varianten aufweist. Eigentlich ist der Brauch der Verlobung aus dem ursprünglichen Brautkauf hervorgegangen. Hierzu ist ein Mann auf Brautschau gegangen. Wenn ihm die Auserwählte gefallen hat,

  • ist er zum Vater der Frau gegangen und
  • hat einen Preis, die Mitgift, mit diesem für dessen Tochter ausgehandelt

Sofern der Vater einverstanden war, hat der Mann die Tochter bekommen, diese durfte jedoch kaum mitbestimmen. Heute gibt es diese Vorgehensweise der Verlobung noch in diversen nichtchristlichen Ländern. Dabei bestimmen die Eltern, wen ihre Tochter heiraten soll. Vielerorts ist es inzwischen kein Problem mehr, wenn die Frau einen Antrag macht.

Ganz gleich, wer von beiden einen Antrag macht, die Verlobung ist immer ein von Rechtswegen verbindliches Versprechen, eine Ehe einzugehen. Traditionell wird dieses Versprechen mit einem Verlobungsring besiegelt. Ich habe Euch einen Artikel herausgesucht, der Euch noch viel mehr zu diesem Thema verrät, sofern Ihr mehr dazu wissen möchtet.

 

Der Verlobungsring

Der Verlobungsring ist einer der ältesten Hochzeitsbräuche überhaupt. Er soll bis auf die Ägypter zurückzuführen sein. Bis Anfang des 15. Jahrhunderts sollen die Verlobungsringe, welche von

  • Mann und
  • Frau

ausgetauscht wurden, ganz schlicht aus Gold gewesen sein. Die erste Frau, welche Diamantschmuck am Verlobungsring trug, war wahrscheinlich die Geliebte von Karl VII., Agnès de Sorel. Der Diamant wurde auf Grund seiner Härte, er ist der härteste Stein der Welt, zum Symbol für die Treue.

Es gibt andere Quellen, die besagen, dass die Erfindung des Verlobungsrings auf Papst Stephan I. (3. Jhd. n. Chr.) zurückgeht. Er war ein Verfechter der unauflöslichen Ehe. Der Ring symbolisiert die Ewigkeit, da er weder Anfang, noch Ende hat. Im Mittelalter sollte der zukünftigen Braut der Verlobungsring als Versprechen für den Empfang ihrer Mitgift dienen.

Wie eh und je gilt die Übergabe eines Verlobungsrings als Versprechen vom Bräutigam an seine zukünftige Braut, dass er sie heiraten wird.

 

Polterabend

Einer der ältesten Hochzeitsbräuche ist der Polterabend. Dabei handelt es sich im Ursprung um einen Brauch für

  • Schutz und
  • Segen für Glück

Der Lärm beim Poltern, der beim Zerschlagen von

  • Steingut und
  • Porzellan

entsteht, soll die bösen Geister vertreiben. Warum gerade die genannten Stücke zerschlagen werden, ist nicht 100%ig belegt. Man geht davon aus, dass sich dieser Brauch mit dem Spruch

„Scherben bringen Glück“

irgendwann verbunden hat. Aus diesem Grund dürfen beim Poltern

  • kein Glas und
  • keine Spiegel

zerschlagen werden, da diese wiederrum Unglück bedeuten. Dabei waren Scherben früher eigentlich unzerstörte Tongefäße. Wer viele davon hatte, die zudem noch mit Lebensmitteln gefüllt waren, hatte dem zu Folge viel Glück. Da diese Scherben sehr wertvoll waren, galt das Poltern als eine Art Opfergabe für das Brautpaar.

Der Polterabend ist heutzutage ebenso eine Möglichkeit, im kleinen Kreis zu feiern, wenn das Hochzeitsbudget zu klein ist, um eine komplette Hochzeit durch zu führen. Auf diese Weise könnt Ihr im engsten Kreis der Familie/Freunde feiern, ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen.

 

Abschied vom Junggesellenleben

Der Junggesellenabschied, sowohl für

  • den Bräutigam als auch
  • die Braut

ist einer der älteren Hochzeitsbräuche. Ursprünglich wurde der Bräutigam von den obersten Herren der zwei, sich vereinigenden Familien, sprich den Vätern des Brautpaares, geprüft. Der Bräutigam sollte nachweisen, dass er sich mit seinen ehelichen Pflichten auskennt. Dabei wurde der Abschied vom Junggesellendasein

  • in feinster Festtagsbekleidung und
  • mit vielen Ansprachen

zelebriert. Heute planen die

  • Trauzeugen und/oder
  • Freunde

vom Brautpaar kurz vor der Hochzeit einen, meist feucht-fröhlichen Abschied. Wichtig hierbei ist, dass sich das Brautpaar unterwegs nicht begegnet, falls beide den Abschied feiern. Wie der Abschied vollzogen wird, hängt von der Phantasie der Organisatoren ab. Eigentlich ist alles erlaubt, was gefällt.

 

Eure Trauringe

Im Gegensatz zum Verlobungsring weiß man nicht genau, wann die ersten Trauringe entstanden sind. Bereits die alten Römer trugen einen Ring am Ringfinger ihrer linken Hand. Man glaubte damals, dass eine Ader, die Vena amoris, die Liebesader, direkt von diesem Finger zum Herzen führe. Die christliche Kirche hat die Trauringe spätestens seit Papst Nikolaus I. (ca. 850 n. Chr.) als festen Bestandteil in die Trauriten aufgenommen.

Mit ihrer kreisrunden Form, ohne einen eindeutigen Anfang stehen Trauringe seit Beginn an für die Ewigkeit. Zwei ineinander verschlungene Ringe symbolisieren dies, ähnlich wie dem mathematischen Zeichen für Unendlichkeit (∞). Sie zeigen auch die Unzerstörbarkeit einer Verbindung an, da sie nur voneinander getrennt werden können, wenn man sie zerstört. Um dies zu unterstreichen, werden meist sehr dauerhafte Materialien (Edelmetalle) zur Herstellung verwendet.

 

Das Brautkleid

Traditionell war das Brautkleid in weiß dem Adel vorbehalten, da der weiße Stoff für das einfache Volk zu teuer war. Die alternative Farbe war meistens schwarz, da ein solches Kleid in der Regel für Besondere Anlässe angeschafft wurde. Erst im Jahre 1600 trug die Braut von Heinrich IV., Maria de’ Medici ein

  • weißes bzw.
  • eierschalenfarbenes

Brautkleid. Richtig durchgesetzt hat sich die Farbe weiß für Brautkleider erst ab den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Weiß steht für

  • die Reinheit der Braut und somit
  • ihre sexuelle Unberührtheit

Damit es kein Unglück für die Ehe bringt, soll einem Aberglauben nach

  • der Bräutigam das Hochzeitskleid frühestens vor der Kirche am Hochzeitstag zu sehen bekommen und
  • die Braut ihr Kleid nicht selbst nähen, da jeder Stich am Brautkleid für eine Träne in der Ehe steht

 

Die Brautschuhe

Sicherlich kennt Ihr den Brauch, dass die Braut ihre Brautschuhe mit

  • 1-Pfennig- bzw.
  • 1-Cent-Stücken

bezahlt. Dieser Brauch stammt aus Zeiten, als es noch Tradition war, dass die Braut sich das Geld für ihre Brautschuhe von ihrem eigenen Lohn mühsam ersparen musste. Es diente dem Bräutigam als Zeichen für die Sparsamkeit seiner Braut. Zu den damaligen Zeiten kosteten Brautschuhe nicht so viel wie heute. Heute legt man für richtige Brautschuhe locker den zehnfachen Preis auf den Tisch. Hieraus ergibt sich eine kleine Schwierigkeit. Geht man beispielsweise von 200,- Euro für ein Paar Brautschuhe aus, ergibt sich ein großer Münzberg. Rechtlich sind Geschäfte nicht dazu verpflichtet, mehr als 50 Einzelmünzen anzunehmen. Viele Brautmodengeschäfte sind allerdings mit diesem Brauch vertraut, weshalb sie Verständnis dafür haben.

Wenn Ihr in einem Brautschuh eine der Münzen versteckt, soll Euch nach dem Glauben eine finanziell gesegnete Ehe bevorstehen. Tut es der Bräutigam der Braut gleich, verdoppelt sich dieser Effekt.

 

Alt, neu, blau und geborgt

„Something old, something new, something borrowed and something blue and a silver sixpence in the shoe“

Diesen Brauch kennt Ihr wahrscheinlich bereits, etwas

  • Altes
  • Neues
  • Geborgtes und
  • Blaues

Komplettiert wird dieser Spruch mit dem letzten Teil, ein Sechs-Centstück im Schuh. Auf Grund des letzten Teils lassen sich viele Bräute ein Ein-Centstück unter ihren Schuh einbringen. Alternativ bezahlen manche ihre Brautschuhe ausschließlich mit Ein-Centstücken. Dieser Teil des Hochzeitsbrauchs wird allerdings nicht so sehr gepflegt, wie die anderen vier. Eigentlich bezeichnet dieser Hochzeitsbrauch die „Fünf Dinge der Braut„. Die verbleibenden vier Dinge symbolisieren für die Braut folgendes. Das

  • Alte symbolisiert die Vergangenheit
  • Neue steht für das neue, zukünftige Leben
  • Geborgte bezieht sich auf das geliehene Glück von einem verheirateten Familienmitglied in der Hoffnung, dass sich deren Glück überträgt
  • Blaue steht für die Treue
  • Geldstück soll dem Brautpaar finanzielles Glück bescheren

 

Brautjungfern

Die Brautjungfern sollten ursprünglich die bösen Geister verwirren, indem sie ähnlich aussahen wie die Braut. Somit konnten die Geister die Braut nicht von den Brautjungfern unterscheiden, wodurch die Braut wiederum geschützt war.

Heute sind Brautjungfern eher dazu da, die Braut bei den Hochzeitsvorbereitungen zu unterstützen. Das Sagen zwischen den Brautjungfern hat dabei immer die Trauzeugin der Braut. Sollte es mal zu Uneinigkeiten zwischen den Damen kommen, fällt die Trauzeugin zusammen mit der Braut die finale Entscheidung.

In der Regel sind die Brautjungfern junge, unverheiratete Frauen aus dem engsten

  • Bekannten- und/oder
  • Freundeskreis

der Braut. Es können auch junge Mädchen als Brautjungfern fungieren.

 

Die Hochzeitstorte

Da es viel Wissenswertes zu diesem Thema zu sagen gibt, habe ich

  • dieses sowie
  • einige Hochzeitsbräuche

unter dem Thema Hochzeitstorte separat erfasst.

 

Hochzeitsbräuche zum Brautstrauß und Strumpfband

Der Bräutigam besorgt traditionell seiner Braut den Strauß. Der Brautstrauß wird von der Braut rücklinks zu den unverheirateten Frauen der Festgesellschaft geworfen. Wann Ihr den Strauß werft, ist ganz alleine Euch überlassen. Einen festen Zeitpunkt hierfür gibt es nicht. Wer ihn fängt, wird die nächste Braut. Doch Achtung, ein weiterer, einer der etwas unbekannteren Hochzeitsbräuche ist das Brautstraußstehlen. Wem es gelingt, der Braut ihren Strauß zu stehlen, darf diesen

  • für eine Auslöse an die Braut verkaufen oder
  • als einzigartiges Souvenier selbst behalten, wenn die Auslösesumme nicht gezahlt wird

Einer der weniger bekannten Hochzeitsbräuche ist, wenn der Bräutigam das Strumpfband seiner Braut den ledigen Männern rücklinks zuwirft. Für den Fänger gilt das Gleiche, wie für die Junggesellin, die den Brautstrauß gefangen hat. Allerdings gibt es eine Regel für den Bräutigam, um an das Strumpfband zu kommen

  • die Braut soll sich zu später Stunde auf einen Stuhl setzen
  • damit der Bräutigam ihr das Strumpfband ohne seine Hände ausziehen kann

Alternativ kann das Strumpfband versteigert werden, um Euer Hochzeitsbudget wieder etwas aufzufüllen.

 

Der Braut-, Eröffnungs- bzw. Hochzeitstanz

Die

  • Tanzfläche und
  • Hochzeitsfeier

werden traditionell vom Brautpaar durch den Hochzeitstanz eröffnet. Zunächst tanzt das Brautpaar, anschließend tanzen

  • die Braut und
  • ihr Vater sowie
  • der Bräutigam und
  • seine Mutter

Der Eröffnungstanz ist ein alter Brauch auf Hochzeiten, mit dem das Hochzeitspaar seine Zusammengehörigkeit symbolisiert. Ursprünglich

  • entstammt er der Mythologie Griechenlands und geht
  • auf Plato zurück

Gemäß der griechischen Mythologie waren die Menschen in einer riesige Kugel verbunden. Als sie sich den Zorn der Götter zuzogen, wurden sie getrennt. Seitdem sind sie ihr gesamtes Leben lang auf der Suche nach einer für sie passenden Hälfte. Der Eröffnungstanz auf einer Hochzeit stellt die

  • Zusammenführung und
  • innerliche Verbundenheit

zweier Hälften dar. Ab da bildet das Brautpaar eine feste Einheit.

 

Der Schleiertanz

Beim Schleiertanz handelt es sich um einen altgermanischen Brauch. Der Schleiertanz findet traditionell um Mitternacht statt, da ab dann die Braut zur Ehefrau wird. Da am Schleier dem Glauben nach das Glück haftet, versucht jede Frau der Gastgesellschaft ein Stück vom Schleier zu ergattern.

In der heutigen Zeit wird der Schleier nur noch selten zerrissen. Man hat den Brauch abgewandelt, indem man den Schleier über dem Brautpaar spannt. Anschließend tanzt das Paar unter ihm mit allen, die Geld in den Schleier werfen. Das Geld dient dem Brautpaar dazu, das eigene Hochzeitsbudget wieder aufzustocken.

 

Die Brautentführung

Einer der Hochzeitsbräuche aus dem Mittelalter ist die Brautentführung. Sie beruht auf dem damaligen

  • Recht bzw.
  • Mythos

der Gutsbesitzer, dass sie das Recht auf die erste Nacht (lus primae noctis) hätten. Dies besagte, dass eine frisch vermählte Frau die erste Nacht mit ihrem Gutsherren zu verbringen hatte, ihr Wille zählte nicht. Diese Nacht glich eher einer Vergewaltigung. Damals hatten die Trauzeugen die Aufgabe, die Braut vor dieser Entführung zu schützen.

Heute handelt es sich bei dem Brauch der Brautentführung um ein Spiel. Die Brautentführung wird meistens von den

  • Trauzeugen und/oder
  • ein paar Freunden des Brautpaars

durchgeführt. In einem unachtsamen Augenblick des Bräutigams wird ihm seine Braut in eines der umliegenden Wirtshäuser entführt. Dort trinken die Entführer so lange, bis der Bräutigam seine Braut gefunden hat. Auslösen kann er sie, indem er die Zeche der Entführer zahlt.

Achtung!!! Solltet Ihr dieses Spiel auf Eurer Hochzeit nicht wollen, dann kommuniziert dies

  • klar und
  • deutlich

Erfolgt die Entführung nämlich zu einem unpassenden Zeitpunkt, könnten andere wichtige Programmpunkte, wie beispielsweise Euer Fotoshooting ins Wasser fallen. Wenn Ihr nichts dagegen habt, bittet Eure Trauzeugen, welche die Entführung in der Regel planen, dass sie sich über Euren Zeitplan informieren. Idealerweise, sofern Ihr einen Zeremonienmeister auf Eurer Hochzeit habt, sollten sie sich mit diesem in Verbindung setzen, um alles genau zu planen. Damit sich Eure verbleibenden Gäste in der Zwischenzeit nicht langweilen, sollte

  • die Entführung maximal zwei Stunden dauern und
  • für eine alternative Unterhaltung gesorgt werden

Zudem solltet Ihr Eure Gäste hierüber informieren, ansonsten könnte Unmut aufkommen, was wiederum die Stimmung verderben könnte.

 

Gastgeschenke

Einer der ältesten Hochzeitsbräuche ist der, den Gästen ein Gastgeschenk für deren Kommen als Dankeschön zu überreichen. Wie alt dieser Brauch tatsächlich ist, ist strittig. Die einen sagen, er führt zurück auf den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV, andere sagen, dass er sogar bis in die Antike zurückreicht. Gesichert ist die Variante des Sonnenkönigs, daher erläutere ich diese ein wenig genauer.

Der damalige reiche Adel schenkte zur Hochzeit wertvolle Edelsteine in prachtvollen Gefäßen aus Edelmetallen wie

  • Gold und
  • Silber

Das gemeine Volk konnte sich diese kostbaren Gaben nicht erlauben, weshalb

  • sie vom Hochzeitskleid etwas Tüll entnahmen und
  • hierin fünf Mandeln einfüllten

die für

  • Glück
  • Liebe
  • Erfolg
  • Gesundheit und
  • Kindersegen

standen. Aus dem Tüll wurde ein kleines Säckchen gebunden, welches anfangs den

  • Brauteltern
  • Verwandten und
  • Freunden

überreicht wurde. Im Laufe der inzwischen mehr als 350 Jahre seit Einführung dieses Brauchs überreichte man irgendwann der gesamten Hochzeitsgesellschaft dieses Gastgeschenk. Heute

  • bindet man aus anderen Stoffen als vom Brautkleid, wie beispielsweise Organza, ein Säckchen  oder
  • füllt die Mandeln in
    • ein elegantes Glasgefäß oder
    • eine schöne Schachtel

diesbezüglich gibt es keine Vorgaben mehr. Es müssen auch keine fünf Mandeln sein. Ihr dürft so viele Mandeln verschenken, wie Ihr möchtet. Hauptsache die Anzahl ist ungerade, da dies Glück bringen soll.

 

Die Braut über die Schwelle tragen

Eigentlich würde dieser Brauch unter den Punkt „Das bringt Glück oder Unglück“ gehören. Da es sich hierbei jedoch um einen der bekanntesten Hochzeitsbräuche handelt, möchte ich gerne etwas genauer auf ihn eingehen. Früher ging man im Aberglauben davon aus, dass sich unter der Türschwelle des gemeinsamen Heims böse Geister aufhalten, die der Braut ihr Eheglück nicht gönnen. Um dennoch Glück in der Ehe zu haben, hat der Bräutigam seine neu angetraute Frau über die Schwelle getragen.

Heute glaubt kaum noch jemand an die bösen Geister, daher sieht man es eher als ein Versprechen des Bräutigams an, dass er seine Braut zukünftig

  • verwöhnen und
  • sie auf Händen tragen

wird. Zudem symbolisiert dieser Akt den ersten Schritt in einen neuen, gemeinsamen Lebensabschnitt. Nachdem

  • Euer Hochzeitstag abgeschlossen ist
  • Ihr nach Hause kommt und
  • als frisch vermähltes Paar Euer Heim betreten möchtet

trägt er sie über die Schwelle.

 

Diese Hochzeitsbräuche bringen Glück oder Unglück

Es gibt viel Aberglaube rund um alles, was Eurer

  • Hochzeit und
  • Ehe
  • Glück oder
  • Unglück

bringen soll. Ob Ihr daran glaubt, ist Euch überlassen 😉 Ich möchte es nicht unerwähnt lassen.

  • Regen am Tag Eurer Hochzeit bedeutet für
    • Optimisten
      • einen reichen Kindersegen und
      • eine glückliche Ehe
    • Pessimisten eine Ehe mit
      • vielen Tränen und
      • Armut
  • Die Braut soll auf Ihrer Hochzeit keine Perlen tragen, da diese viele Tränen für die Ehe bedeuten. Doch wer mag, darf daran glauben, dass es sich um Freudentränen handelt.
  • Lässt der Bräutigam beim Ringtausch den Ring fallen, dann bedeutet dies, dass
    • er entweder ein tollpatschiger Ehemann sein wird oder
    • die Ehe unharmonisch wird
  • Es bringt Unglück, wenn das Brautpaar am Tag vor der Hochzeit die Nacht zusammen verbringt

 

Blumenkinder / Streuengel

Blumenkinder oder auch Streuengel entstammen einem ehemals heidnischen Brauch. Der Duft der Blumen sollte

  • die Fruchtbarkeitsgötter anlocken und
  • so für einen reichen Kindersegen beim Brautpaar sorgen

Heute haben die Blumenkinder eine andere Funktion, denn sie runden das Ambiente einer Hochzeit ab, indem sie zusammen mit ihren Blumen eine süße und wunderschöne Atmosphäre zaubern. Die Blumen können beim Gang

  • zum Traualtar und/oder
  • aus der Kirche

gestreut werden. Dabei laufen in der Regel ein bis zwei Kinder im Alter zwischen drei und zehn Jahren vor dem Paar her, damit das Brautpaar auf einem Blütenteppich dahinschreiten kann. Allerdings ist das Blumenstreuen nicht in jeder Kirche erlaubt, da häufig die Fußböden sehr empfindlich sind. Gerne prüfe ich für Euch die Umsetzbarkeit in Eurer Kirche.

 

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